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Eine Comiczeichnung von der jungen Marie Juchacz
Zitat von Marie Juchacz in einer Sprechblase Das Wir ist immer stärker Schriftzug Marie machts mit dem Logo der AWO und des Jugendwerkes
Eine Comiczeichnung von der jungen Marie Juchacz

Schriftzug Marie machts mit dem Logo der AWO und dem Jugendwerk

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Aktion zum Thema Kinderrechte

21. September 2026

Am Vormittag hatten Krippenkinder mit unterschiedlichen Materialien experimentiert, anschließend wurden ihre Werke mitten in Hannover ausgestellt: Mit einer kleinen Kunstausstellung auf dem Platz an der Ecke Hildesheimer Straße und Höltystraße machte die AWO Region Hannover heute auf Kinderrechte aufmerksam. Im Mittelpunkt stand dabei der Zugang zu Kunst und kultureller Bildung. Die Aktion gehörte zum bundesweiten AWO Aktionsformat „Marie macht’s“. Den Anfang machten zwei Workshops in der AWO Kita Höltystraße. Kunstpädagogin Anna Hoffmann von der Kunstschule KunstWerk begleitete jeweils zehn Krippenkinder eine halbe Stunde lang beim kreativen Gestalten. Dafür brachte sie Materialien aus der Sammlung der „NetzWerkstatt einfallsreich“ mit, deren Trägerin die Kunstschule ist. Die Kinder konnten sich ausprobieren, Materialien auf ungewohnte Weise entdecken und eigene Arbeiten gestalten. „Uns ging es darum, den Kindern Raum für ihre eigenen Ideen zu geben. Sie sollten Materialien erkunden und selbst entscheiden können, was sie daraus machen“, sagte Lena Panten aus der Verbandsarbeit der AWO Region Hannover. „Kulturelle Bildung stärkt die Fähigkeit, die Welt mitzugestalten – und ist damit ein wichtiger Baustein für eine lebendige Demokratie.).“ Ab Mittag rückten die entstandenen Werke dann in den Blick der Öffentlichkeit. Mit der Ausstellung brachte die AWO das Thema aus der Einrichtung hinaus in die Stadt. Die Arbeiten der Kinder boten einen Anlass, mit Passant*innen darüber ins Gespräch zu kommen, welche Möglichkeiten Kinder zur Mitgestaltung hatten und was sie brauchten, um ihre Interessen und Fähigkeiten zu entfalten. Über dem Platz hingen bunte Sprechblasen an Wäscheleinen. „Künstlerische Betätigung ist ein Kinderrecht“ und „Kinder mit Behinderung haben ein Recht auf Teilhabe“ war darauf zu lesen. Andere Botschaften forderten zum eigenen Handeln auf: „Ich sehe etwas, ich sage etwas, ich tue etwas“ und „Ich mische mich ein“. Die Frage „Und du?“ richtete sich unmittelbar an die Menschen, die vorbeikamen. „Wir wollten Kinderrechte dort zum Thema machen, wo Menschen im Alltag unterwegs sind“, erklärte Panten. „Die Kunstwerke waren dafür ein guter Ausgangspunkt: Sie machten sichtbar, was schon die Kleinsten selbst gestalten können, wenn wir ihnen die Gelegenheit dazu geben.“ Dirk von der Osten, Vorstandsvorsitzender der AWO Region Hannover, betonte die Bedeutung gleichberechtigter Zugänge: „Jedes Kind braucht Möglichkeiten, eigene Interessen zu entdecken und sich einzubringen. Das darf weder vom Einkommen der Eltern noch davon abhängen, ob ein Kind mit einer Behinderung lebt. Unsere Aufgabe ist es, dafür im Alltag die Voraussetzungen zu schaffen.“ Mit der Aktion knüpfte die AWO Region Hannover an die Idee von „Marie macht’s“ an. Das bundesweite Aktionsformat ging auf eine Initiative des Landesjugendwerks der AWO Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2024 zurück. Namensgeberin war AWO-Gründerin Marie Juchacz, die sich für soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und demokratische Werte eingesetzt hatte. Mit unterschiedlichen Aktionen griffen AWO-Gliederungen diesen Gedanken auf und schufen vor Ort Gelegenheiten für Begegnung, Engagement und solidarisches Handeln. „Marie Juchacz hat sich eingemischt und für Menschen eingesetzt, deren Anliegen zu wenig Gehör fanden“, sagte von der Osten. „Daran knüpfen wir an, wenn wir Kinderrechte öffentlich zum Thema machen. Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen zuhören, ihre Perspektiven ernst nehmen und sich für ihre Teilhabe einsetzen.“ Zugleich stellte die AWO ihre Kita in der Höltystraße 17 vor. Bei der Aktion informierte sie auch über noch freie Plätze in der Krippe.

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